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Das große Ausßenstudio besteht aus einem Joemeek Kompressor, einem Netzwerk Switch, einem Router und einem Barrix Instreamer 100, der die analoge Stereosumme, die ihm zugeführt wird, über das Netzwerk streamt. Das entsprechende Empfangsgerät, der Exstreamer, ist im Sendestudio verbaut. | Das große Ausßenstudio besteht aus zwei Joemeek Kompressoren, einem Netzwerk Switch, einem Router und einem Barix Instreamer, der die analoge Stereosumme, die ihm zugeführt wird, über das Netzwerk streamt. Das entsprechende Empfangsgerät, der Exstreamer, ist im Sendestudio verbaut. === Allgemein === Zum Stream an sich bieten sich die beiden Möglichkeiten RTP oder Raw TCP an. Der prinzipielle Unterschied der beiden Verfahren ist, dass Raw TCP im Falle von Paketverlust erneut überträgt und RTP nicht. Das bedeutet, mit RTP lassen sich ein niedrigerer Zeitversatz realisieren. Wird ein Datensatz falsch oder nicht empfangen, führt das zu Knacksen (= kurze Aussetzer). Anders bei Raw TCP: solange Pakete nachkommen, wird der Stream zwar mit höherem Delay, aber fehlerfrei wiedergegeben. Hier treten bei Fehlfunktion keine Knackser auf, sondern der Stream reißt komplett ab und setzt erst fort, wenn wieder genug Pakete da sind - dies kann unter Umständen viele Sekunden dauern. Die Aussetzer bei RTP sind hingegen sehr kurz und eventuell nicht bemerkbar. Im Falle von UMTS/LTE Verbindungen kann es dazu kommen das der Stream sowohl mit RTP als auch mit Raw TCP unbrauchbar ist. Insbesondere ist einzukalkulieren, dass die UMTS/LTE Verbindung beim Einrichten vermutlich besser funktioniert als bei der eigentlichen Veranstaltung. Der Grund dafür ist, dass die Funknetze in der Aufbauphase viel weniger genutzt werden als während der Veranstaltung (aufgrund der Besucher der Veranstaltung). |
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* Am Kompressor sollte eine maximale Ausgangsaussteuerung von 0dB gemessen werden. Das Ausgangssignal des Kompressors, welches dem Eingangssignal des Instreamers entspricht, kann an der großen Klinkenbuchse an der Rackfront gehört werden. |
* An den Kompressoren sollte eine maximale Ausgangsaussteuerung von 0dB gemessen werden. Das Ausgangssignal des Kompressors, welches dem Eingangssignal des Instreamers entspricht, kann an der großen Klinkenbuchse an der Rackblende oberhalb der Kompressoren gehört werden. |
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Zum Stream an sich bieten sich die beiden Möglichkeiten RTP oder Raw TCP. Der prinzipielle Unterschied der beiden Verfahren ist, dass Raw TCP Pakete überträgt und RTP nicht. Das bedeutet, mit RTP lassen sich niedrigere Latenzen realisieren. Wird ein Datensatz falsch empfangen, führt das zu Knacksen (= kurze Aussetzer). Anders bei Raw TCP: solange Pakete nachkommen, wird der Stream zwar mit Latenz, aber fehlerfrei wiedergegeben. Hier treten bei Fehlfunktion keine Knackser auf, sondern der Stream reißt komplett ab und setzt erst fort, wenn wieder genug Pakete da sind. |
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Konnte die Verbindung hergestellt werden und sind die Einstellungen korrekt, wird das analoge Audiosignal, das am Barrix Instreamer anliegt, direkt an das Sendestudio gestreamt, wo sich ein weiteres Barrix Gerät befindet, ein Exstreamer, welcher den digitalen Stream in ein analoges Signal rückwandelt. Dieses Signal kann am Mischpult über den Kanalzug '''Aussenstudio 1''' bzw. '''Aussenstudio 2''' entgegengenommen werden. Das Webinterface des Extreamers bietet die Möglichkeit, den empfangenen Stream zu überwachen. Hierzu einfach {{{aussen1}}} bzw. {{{aussen2}}} in einem Broweser Fenster eingeben, soferne man am Netzt des Radio Helsinki in der Griesgasse hängt. |
Konnte die Verbindung hergestellt werden und sind die Einstellungen korrekt, wird das analoge Audiosignal, das am Barix Instreamer anliegt, direkt an das Sendestudio gestreamt, wo sich ein weiteres Barix Gerät befindet, ein Exstreamer, welcher den digitalen Stream in ein analoges Signal rückwandelt. Dieses Signal kann am Mischpult über den Eingang '''Aussenstudio 1''' entgegengenommen werden. Das Webinterface des Extreamers bietet die Möglichkeit, den empfangenen Stream zu überwachen. Hierzu einfach {{{aussen1}}} in einem Browser Fenster eingeben, soferne man am Netz des Radio Helsinki in der Schönaugasse hängt. |
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Befindet man sich außerhalb des Radio Helsinki, muss man ein port forwarding einrichten, um '''aussen1''' bzw '''aussen2''' zu überwachen. In Linux einfach ein Terminal öffnen und | Befindet man sich außerhalb des Radio Helsinki Netzwerks, muss man ein port forwarding einrichten, um '''aussen1''' zu überwachen. In Linux einfach ein Terminal öffnen und |
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{{{ssh -p 9260 user@login.helsinki.at -L 1080:aussen1:80}}} | {{{ssh -p 9260 <user>@login.helsinki.at -L 1080:aussen1:80}}} |
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eingeben (am sichersten kopieren und einfügen). Das Terminal offen lassen. user ist durch euren '''usernamen''' und {{{aussen1}}} gegebenenfalls durch {{{aussen2}}} zu ersetzen. |
eingeben (am Besten kopieren und einfügen). Das Terminal offen lassen. '''<user>''' ist durch euren '''usernamen''' zu ersetzen. |
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nun hat man das Webinterface und kann bei '''Audio level quasi peak:''' L:0 R:0 die Aussteuerung ablesen. Sie sollte jeweils für links und rechts nie über 16000 gehen, sonst droht clipping. Am besten bei 8000 bleiben! | nun hat man das Webinterface und kann bei '''Audio level quasi peak:''' L:0 R:0 die Aussteuerung ablesen. Sie sollte jeweils für links und rechts nie über 16000 gehen, sonst droht Clipping. Am besten bei 8000-12000 bleiben! |
Außenstudio 1
Das große Ausßenstudio besteht aus zwei Joemeek Kompressoren, einem Netzwerk Switch, einem Router und einem Barix Instreamer, der die analoge Stereosumme, die ihm zugeführt wird, über das Netzwerk streamt. Das entsprechende Empfangsgerät, der Exstreamer, ist im Sendestudio verbaut.
Allgemein
Zum Stream an sich bieten sich die beiden Möglichkeiten RTP oder Raw TCP an. Der prinzipielle Unterschied der beiden Verfahren ist, dass Raw TCP im Falle von Paketverlust erneut überträgt und RTP nicht. Das bedeutet, mit RTP lassen sich ein niedrigerer Zeitversatz realisieren. Wird ein Datensatz falsch oder nicht empfangen, führt das zu Knacksen (= kurze Aussetzer). Anders bei Raw TCP: solange Pakete nachkommen, wird der Stream zwar mit höherem Delay, aber fehlerfrei wiedergegeben. Hier treten bei Fehlfunktion keine Knackser auf, sondern der Stream reißt komplett ab und setzt erst fort, wenn wieder genug Pakete da sind - dies kann unter Umständen viele Sekunden dauern. Die Aussetzer bei RTP sind hingegen sehr kurz und eventuell nicht bemerkbar.
Im Falle von UMTS/LTE Verbindungen kann es dazu kommen das der Stream sowohl mit RTP als auch mit Raw TCP unbrauchbar ist. Insbesondere ist einzukalkulieren, dass die UMTS/LTE Verbindung beim Einrichten vermutlich besser funktioniert als bei der eigentlichen Veranstaltung. Der Grund dafür ist, dass die Funknetze in der Aufbauphase viel weniger genutzt werden als während der Veranstaltung (aufgrund der Besucher der Veranstaltung).
Konfiguration wenn in das lokale Netzwerk gestreamt wird
Diese Beschreibung ist für den Fall gedacht, dass sich Instreamer und Exstreamer im selben lokalen Netzwerk befinden. Die Konfiguration vereinfacht sich dadurch, allerdings trifft diese Situation nur zu, wenn zum Beispiel vom Hof in das Studio gestreamt werden soll.
- den Switch des Außenstudios mit einer der Netzwerkdosen, zum Beispiel in der Redaktion, verbinden.
- An den Kompressoren sollte eine maximale Ausgangsaussteuerung von 0dB gemessen werden. Das Ausgangssignal des Kompressors, welches dem Eingangssignal des
- Instreamers entspricht, kann an der großen Klinkenbuchse an der Rackblende oberhalb der Kompressoren gehört werden.
- Bei der Inbetriebnahme sollte darauf geachtet werden, zuerst den Router, und danach den Instreamer einzuschalten.
Konfiguration wenn über UMTS gestreamt wird
- der UMTS-Stick, der dem Außenstudio beiliegt, muss in den USB Slot an der Rackfront gesteckt werden. Dieser Slot ist mit dem eingebauten Router verbunden.
- Wird die IP-Adresse 192.168.42.1 in einen Browser eingetippt, gelangt man zum Webinterface des Routers, wo sich die UMTS Verbindung konfigurieren lässt. Im Normalfall ist bei eingestecktem Stick nichts zu tun.
generelle Konfiguration
- Kurz nachdem der Instreamer eingeschaltet werden, kann an dessen kleiner Klinkenbuchse eine IP Adresse abgehört werden. Diese enspricht der IP Adresse,
- die der Insteamer zugeteilt bekommen hat. Diese Adresse ruft, in einem Webbrowser eingetippt, das Webinterface zur Konfiguration des Instreamers auf
- Die Option "use sonic IP" muss immer auf "yes" gesetzt sein, weil sie das Abhören der IP-Adresse per Kopfhörer ermöglicht
Empfang
Konnte die Verbindung hergestellt werden und sind die Einstellungen korrekt, wird das analoge Audiosignal, das am Barix Instreamer anliegt, direkt an das Sendestudio gestreamt, wo sich ein weiteres Barix Gerät befindet, ein Exstreamer, welcher den digitalen Stream in ein analoges Signal rückwandelt. Dieses Signal kann am Mischpult über den Eingang Aussenstudio 1 entgegengenommen werden. Das Webinterface des Extreamers bietet die Möglichkeit, den empfangenen Stream zu überwachen. Hierzu einfach aussen1 in einem Browser Fenster eingeben, soferne man am Netz des Radio Helsinki in der Schönaugasse hängt.
Befindet man sich außerhalb des Radio Helsinki Netzwerks, muss man ein port forwarding einrichten, um aussen1 zu überwachen. In Linux einfach ein Terminal öffnen und
ssh -p 9260 <user>@login.helsinki.at -L 1080:aussen1:80
eingeben (am Besten kopieren und einfügen). Das Terminal offen lassen. <user> ist durch euren usernamen zu ersetzen.
Danch gibt man das Passwort ein.
Auf das Webinterface des Extreamers (!Emfangsgerät!) gibt man im Browser der Wahl ein
http://localhost:1080/
nun hat man das Webinterface und kann bei Audio level quasi peak: L:0 R:0 die Aussteuerung ablesen. Sie sollte jeweils für links und rechts nie über 16000 gehen, sonst droht Clipping. Am besten bei 8000-12000 bleiben!
So kann man überprüfen, ob etwas ankommt.